Island 2023

23. Juni 2023     Skagen

Heute fahren wir nach Skagen, an die nördlichste Spitze von Dänemark.

Von hier aus ist es dann morgen zum Fährhafen in Hirtshals nicht mehr weit.

Die Fahrt verläuft wieder sehr harmonisch, auf Nebenstrassen und durch Dörfer.

Autobahnen meiden wir.

In Hadsund machen wir Kaffee- bzw. Mittagshalt und beobachten dabei, wie die grosse Klappbrücke für ein kleines Boot geöffnet wird.

Bei der Überfahrt nach Hals sehen wir von der Fähre aus weisse Skulpturen im Hafenbereich. Die wollen wir uns ansehen.

Wir parken und gehen zu Fuss hin und sehen beim näher kommen, dass es sich um kleine Schiffe handelt, die im Trockenen aufgestellt sind.


Gleich daneben liegen zwei Eisbrecher, festge-macht am Kai. Sie warten auf ihren winterlichen Einsatz.

Zweimal fahren wir auf kleine Fähren, welche uns über die vielen Wasserarme führen, welche die ganze Küste prägen.

Die Überfahrt dauert nur ein paar Minuten und dem-entsprechend kurz sind auch die Wartezeiten.

Kurz vor 5 Uhr erreichen wir Skagen. Der einzige Zugang zum Sandstrand, wo man auch parken kann, ist mit Autos verstellt. Mit etwas Geschick und Glück finden wir trotzdem einen Platz.

Dann gehen wir an den Sandstrand.

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Mit unseren Badetüchern legen wir uns in den warmen Sand. Der starke Wind bedeckt uns bald mit Sand und somit ist es besser, dass wir dem Ufer entlang spazieren.

Gegen Abend, nachdem der Wind nachgelassen hat, gehen wir nochmals über die Dünen in den Sand, suchen uns je zwei schwere Steine und beginnen Boule zu spielen.

Nach dem Abendessen kniffeln wir noch drei Runden.

Wieder einmal gewinnt Sylke und diesmal sogar mit 6 (sechs!) Kniffel im letzten Spiel. - eine Sensation.


Nur langsam leert sich der Parkplatz. Weil Sonnen-untergang erst nach 22 Uhr ist, bleiben viele Menschen bis spät am Strand.


Für morgen früh planen wir einen Fussmarsch dem Strand entlang zu einem besonderem Punkt.

Mehr darüber dann morgen.

24./25. Juni 2023     Hirtshals - Färöer Inseln

Beim Erwachen zeigt sich der Himmel mit einer schönen Wolkenstruktur - Altocumulus.

Wir wollen heute am Strand entlang die 3.5 km zu dem Punkt gehen, wo sich die Nordsee und die Ostsee treffen.


Wir sind die ersten Strandläufer. Über Nacht sind einige interessante Objekte angespült worden.


Scharen von Seemöven und Albatrossen fliegen auf und ziehen ihre Kreise, sobald wir deren Sicherheitsabstand unterschritten haben.

Wir sind vielleicht noch etwa 500 Meter von unserem Ziel entfernt, da fällt uns auf, dass viele Frachtschiffe in die Ostsee einfahren, was ja verständlich ist, die Anrainerstaaten müssen ja auch versorgt werden.


Auf meiner Ship-Finder App sehe ich, dass von hier aus nur ein ganz kleiner Teil der Schiffe sichtbar ist.



Zur Verdeutlichung ein Bild von Wikipedia:

Blick vom Leuchtturm Skagens nach Nordwesten: im Mittelgrund die Landzunge Grenen, dahinter das Skagerrak, rechts das Kattegat



Nun ganz so gut wie auf diesem Bild, war die Sicht wegen leichtem Nebel nicht.  

Trotz des starken Wellengangs und der Warnung vor der Sogwirkung der verschiedenen Strö-mungen, lassen wir es uns nicht nehmen, wenigstens in Ufernähe gleichzeitig mit beiden Beinen in die zwei Meere zu steigen.



Das Skagerrak verbindet über das Kattegat (Ostseite Jütlands), den Grossen und Kleinen Belt sowie über den Öresund die Nordsee mit der Ostsee. Benannt ist es nach Skagen am nördlichsten Ende Jütlands; das niederländische Wort rak bedeutet etwa „gerade Wasserstrasse“.


Das Skagerrak ist 240 km lang und zwischen 80 km und 140 km breit. Es wird zur norwegischen Küste hin immer tiefer und erreicht in der Norwegischen Rinne (bei Arendal) eine Tiefe von über 700 m.


Das östliche Kattegat ist ein stark befahrenes Seegebiet, durch das ein erheblicher Teil des Verkehrs von und nach Göteborg, Kopenhagen sowie den Ostseehäfen läuft. Mehrere wichtige Fährlinien kreuzen oder durchfahren das Kattegat, so die Linien Frederikshavn–Göteborg, Kiel–Oslo, Kiel–Göteborg.


Während des Rückwegs lösen sich die Wolken auf, aber der Wind frischt auf. Immer wieder müssen wir unseren Strohhüten nachrennen und manchmal landen sie sogar im Wasser.


Zurück im WoMo gibt es erst mal Frühstück. Dann machen wir uns auf den Weg zum Fährhafen.


Unsere Kabine ist geräumig und das Doppelbett auch bequem. 

Sylke eilt auf Deck, um das Ablegen zu verfolgen, während ich mir zuerst einmal eine warme Dusche gönne.

Dann treffen wir uns in der "Laterna Magica".

Laterna Magica liegt auf Deck 10, 30 Meter über dem Meer. Während der Fahrt über den Atlantik bietet sich hier ein spektakulärer Blick über den Ozean.



Da die Fähre um 15 Uhr 30 ablegt, müssen wir spätestens um 14 Uhr eingecheckt sein.

Die Linie, wo wir uns einreihen müssen, wird beim CheckIn zugeteilt. Gleichzeitig bekommen wir auch die "Zimmerschlüssel" für unsere Kabine in Form von Karten.


Nach etwa einer halben Stunde beginnt das Beladen der Fähre. Als eines der letzten Fahrzeuge kommen wir auf die Fähre. Dann wird die Heckklappe geschlossen und die Fähre legt ab.




Um unseren Hunger zu stillen gehen wir in die Cafeteria Nóatún. Das Angebot ist dürftig: Ein Einheitsmenü am Buffet, welches uns nicht zusagt. Darum entscheiden wir uns für Toastbrote mit Lachs und Crevetten.


Kulinarisch noch nicht zufriedengestellt, gönne ich mir noch ein Tortenstück mit Kaffee.

Leider vermochte auch dieses nicht mich zu befriedigen: Die Torte war zu butterig und der Kaffee war eine Plörre. Zudem wurde der Becher vom Automaten bis obenhin gefüllt, so dass kaum noch Milch Platz fand. Ich habe darum die Hälfte des Kaffees in die Abtropfschale gekippt und den Becher mit Milch aufgefüllt.


Die See ist sehr ruhig und während wir schlafen ist kaum etwas von der Dünung oder dem Wellengang zu spüren.


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