Zwischenzeit 5

19. Febr. 2019, Bremerhaven

Ich erreiche gegen Mittag Bremerhaven und fahre gleich zur Autowasch-Firma. Rolf ist bereits hier und hat alles eingefädelt.

Die freundliche Frau hat den Betrieb im Griff und ruft gleich die Angestellten aus der Mittagspause zurück.

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Nach einer Stunde sind unsere beiden WoMos nach einem für Australien vorgegebenen Plan gereinigt.

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Jetzt fahren wir auf den uns bekannten Stellplatz am Fischkai, stellen aber fest, dass er erst vom 1. März an geöffnet ist. Die Zufahrt ist mit einem Seil versperrt. Daneben aber, über ein kleines Wiesen-bord, kommen wir trotzdem auf den Platz und wollen auch hier bleiben, in der Annahme, dass der Platz nicht kontrolliert wird. Vorsorglich lösen wir aber doch Tickets am Automaten.

Am nächsten Morgen ist früh Tagwache. Wir wollen Entsorgen und den Frischwassertank füllen. Bei vollem Tank ist das Risiko einer Verschmutzung während der langen Fahrt viel geringer.

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Dann fahren wir zu Wallenius Wilhelmsen, unserem Reeder.

Hier werden zuerst die Fahrzeuge inspiziert. Ein Kontrolleur öffnet jedes Kästchen, schaut in Bad und Kleiderkasten, in die Bodenlucken und auch in fast alle Aussenklappen.

Dann nach 10 Minuten sind beide WoMos akzeptiert und wir fahren weiter zu den Atlantik Hafen-betrieben.

Hier geben wir die Fahrzeuge ab, damit sie "thermisch behandelt" werden. Ohne diese Proze-dur geht kein WoMo nach Australien. Der Grund dafür liegt in der "marmorierten Baumwanze" (Stinkkäfer) welche als Epidemie in Europa herrscht und in Australien unerwünscht ist.

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Dann lassen wir uns per Taxi zum Bahnhof fahren und besteigen den Zug nach Zürich, bzw. nach Solothurn.

22. Febr. 2019

Es ist Freitag und ich bekomme einen Anruf von Wallenius, dass die Schlüssel für den Innenraum und die Aussenklappen fehlen würden und dass das WoMo darum nicht behandelt werden könne.

Die Schlüssel müssten bis Montag früh vor Ort sein, damit das Verladen auf das gebuchte Schiff noch möglich ist.

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Was tun?

Vreni und ich sind zuerst einmal erschrocken - was heisst das? Die hätten uns das ja auch sagen können als wir noch dort waren!

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Dann beschliessen wir, am Sonntag zusammen und abwechselnd die 900 km bis Bremerhaven zu fahren, damit wir am Montag um 8 die Schlüssel abgeben können. Ein Kurierdienst war uns aus verschiedenen Erfahrungen zu unsicher.

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Dann setzt sich die Erkenntnis durch, dass Fliegen einfacher und sinnvoller wäre. Also buchen wir schnell einen Flug am Sonntag nach Hamburg und den Rückflug am Montag, dazu noch ein Mietauto.

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Erst später realisiere ich, dass ja nicht beide hätten fliegen müssen, einer hätte gereicht.

Also machen wir aus der Not eine Tugend und verbringen den Montagvormittag, nachdem wir alles geregelt haben, in einem Nationalpark, eine Stunde nördlich des Hafens.

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Aber kaum steigen wir aus um einen Deich zu besteigen, ereilt mich ein Email von Rolf, aus dem hervorgeht, dass auch Gasflaschen, egal ob neu oder leer, nicht zugelassen wären.

Das widerspricht aber der Erfahrung, welche unsere anderen Reisefreunde gemacht haben.

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Also fahren wir zu Atlantik zurück und vereinbaren, dass die Gasflasche ausgebaut und im Büro des General Managers aufbewahrt wird, bis wir sie zusammen mit den Schlüsseln in 1 - 2 Wochen abholen werden.

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Auf dem Heimflug beschliessen wir im März für eine Woche an die Nordsee zu fahren und bei der Gelegenheit das Aufbewahrte bei Atlantik abzu-holen.

Hoffentlich ist die Sache damit erledigt und das WoMo kann endlich aufs Schiff.

26. Febr. 2019

Heute bekommen wir das Zertifikat über die Thermo-Behandlung per Mail.

Innerhalb von 8 Stunden sind die WoMos mit Heissluft von 80° bei offenen Klappen, Türen und Fenstern beheizt worden bis die Kerntemperatur 50° überschritten hat.

Dadurch sollen die Wanzen, welche sich wegen der Kälte verkrochen haben, aufgeweckt werden, damit sie das WoMo verlassen und dann zu Grunde gehen.

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Ist das eine Problem gelöst, taucht das nächste auf:

Der australische Agent für die Einfuhr in Mel-bourne gestaltet die Sache kompliziert und erweckt den Eindruck von Inkompetenz. Jetzt haben wir die Reederei um Hilfe gebeten. Sie suchen einen anderen Agenten. Man vertröstet uns auf nächste Woche.

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